Kratom begegnet einem inzwischen öfter, aber nur wenige wissen genau, was dahintersteckt. Hier erklären wir, woher Kratom kommt, was die Farbbezeichnungen bedeuten und wie die rechtliche Lage in Deutschland aussieht.

Was ist Kratom?
Als Kratom bezeichnet man die getrockneten und gemahlenen Blätter des Kratombaums, botanisch Mitragyna speciosa. Der Baum gehört zur Familie der Rötegewächse, zu der auch der Kaffeestrauch zählt. Er wächst in den feuchtwarmen Regionen Südostasiens und kann in freier Natur über 20 Meter hoch werden. Seine Blätter sind groß, oval und glänzend dunkelgrün.
Im Handel ist Kratom fast immer als feines, grünlich bis bräunlich gefärbtes Pulver erhältlich. Seltener gibt es auch zerkleinerte Blätter oder gepresste Formen.
Woher kommt Kratom?
Die wichtigsten Anbaugebiete liegen in Indonesien, vor allem auf Borneo und Sumatra. Daneben wächst Kratom in Malaysia, Thailand und Papua-Neuguinea. In Thailand und Malaysia hat die Pflanze eine lange Tradition, im Handel spielt heute aber vor allem Ware aus Indonesien eine große Rolle.
Unsere Sorten kommen ebenfalls aus Indonesien. Wir beziehen sie über einen festen Großhändler in der EU. So bleiben Farbe, Mahlgrad und Qualität von Lieferung zu Lieferung gleich.
Red, Green, White und Yellow Vein: Was bedeuten die Farben?
Die Bezeichnungen beziehen sich auf die Farbe der Mittelrippe und der Adern im Blatt. Sie hängt vor allem davon ab, wie reif ein Blatt bei der Ernte ist.
| Sorte | Wie sie entsteht | Typisches Pulver |
|---|---|---|
| White Vein | junge Blätter, früh geerntet | hell, gräulich grün |
| Green Vein | Blätter mittlerer Reife | frisches, kräftiges Grün |
| Red Vein | reife Blätter, spät geerntet | warmer, bräunlicher Ton |
| Yellow Vein | längere, langsamere Trocknung | goldener Olivton |
Zusätzlich tragen viele Sorten einen Herkunftsnamen wie Borneo, Sumatra oder Bali. Bezeichnungen wie Maeng Da sind dagegen eher Handelsnamen für besonders ausgewählte Ware als feste botanische Kategorien. Wie die Sorten entstehen und woran du sie selbst unterscheidest, zeigen wir ausführlich in Red, Green, White und Yellow Vein im Vergleich.
Was steckt in Kratom?
Kratomblätter enthalten verschiedene Alkaloide. Das bekannteste ist Mitragynin, daneben kommt in kleineren Mengen 7-Hydroxymitragynin vor. Der Gehalt schwankt je nach Herkunft, Erntezeit und Verarbeitung. Seriöse Händler lassen ihre Ware deshalb im Labor prüfen, neben dem Alkaloidgehalt auch auf Keime, Schwermetalle und Pestizide. Wie du so eine Analyse liest, erklären wir in Kratom Laboranalyse verstehen.
Ist Kratom in Deutschland legal?
Kratom und seine Inhaltsstoffe sind in Deutschland nicht im Betäubungsmittelgesetz aufgeführt. Kauf und Besitz sind nach heutigem Stand also nicht verboten. Gleichzeitig ist Kratom weder als Lebensmittel noch als Arzneimittel zugelassen. Es darf deshalb nicht als Lebensmittel, Nahrungsergänzung oder Heilmittel angeboten werden. Ausführlich und mit allen Quellen erklären wir das in Ist Kratom in Deutschland legal?
Aus diesem Grund verkaufen wir Kratom ausdrücklich nicht zum Verzehr, sondern als Sammler- und Anschauungsmaterial, und nur an Volljährige. Wir geben auch keine Anwendungs- oder Dosierungsempfehlungen.
In anderen Ländern ist die Lage teilweise strenger. In mehreren europäischen Staaten, etwa in Dänemark, Schweden oder Polen, ist Kratom verboten. Deshalb liefern wir ausschließlich innerhalb Deutschlands. Wer mit Kratom verreist, sollte sich vorher genau über die Regeln im Zielland informieren.
Gibt es Risiken?
Ja. Gesundheitsbehörden in Europa und den USA weisen auf mögliche Risiken beim Konsum von Kratom hin, unter anderem auf ein Abhängigkeitspotenzial und auf Wechselwirkungen mit Medikamenten. Die Forschung dazu ist noch lückenhaft. Wir nehmen das ernst und weisen deshalb bei jedem Produkt darauf hin, dass es nicht zum Verzehr bestimmt ist. Was BfArM und BfR zu Wirkung und Risiken von Kratom sagen, fassen wir in Risiken von Kratom: Was Gesundheitsbehörden sagen zusammen.
Wer sich unabhängig informieren möchte, findet einen guten Überblick mit weiterführender Literatur im Wikipedia-Artikel zum Kratombaum.
Wie lagert man Kratom Pulver?
Am besten dunkel, kühl, trocken und luftdicht verschlossen, zum Beispiel in einem lichtdichten Glas oder einer Dose im Schrank. Licht, Wärme und Feuchtigkeit lassen Farbe und Geruch mit der Zeit verblassen. Mehr dazu, auch zu Kühlschrank und Gefrierfach, findest du in Kratom Pulver richtig lagern.
Kratom kaufen: Worauf solltest du achten?
Achte auf eine nachvollziehbare Herkunft, auf Laboranalysen und auf einen Händler mit vollständigem Impressum in Deutschland. Vergleiche außerdem den Grundpreis je Kilogramm und nicht nur den Packungspreis. Seriöse Shops verzichten auf Heilversprechen und verkaufen nur an Volljährige.
In unserem Shop findest du vier Sorten aus Borneo und Sumatra, jeweils von 10 g bis 200 g, und ein Probierpaket zum Vergleichen. Antworten auf weitere Fragen gibt es in unseren häufigen Fragen.
